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Mit meinem Mann und
drei Söhnen lebe ich im Abenstal in Niederbayern.
2004 habe ich mir einen Kindheitstraum erfüllt und meinen Hund Apollo,
der in Griechenland vergiftet werden sollte, von einer
Tierschutzorganisation geholt. Mir kam überhaupt nicht in den Sinn,
dass dieser hübsche, kleine Grieche zu einem Problemhund werden könnte
und welche unangenehmen Folgen ein Zusammenleben mit einem "geretteten"
Hund haben kann. Welcher Erst-Hundebesitzer denkt daran, dass sich das
kleine, süße Wollknäuel mit der Zeit zu einem sozial unsicheren,
ängstlichen Häufchen Elend entwickeln könnte? Apollo wirkte ernster,
schreckhafter und war nicht so verspielt, wie andere Hunde. Von manchem
"Hundeexperten" wurde mir erklärt, sein Verhalten sei die rassetypische
Eigenschaft für einen Kangalmix, darum spielt er nicht, sondern bellt,
knurrt und verteidigt jeden Stein. Es war bald unmöglich, sich
entspannt in der Öffentlichkeit zu bewegen. Jede gemeinsame
Unternehmung mit Apollo wurde mehr und mehr zu einer Herausforderung.
Ich wollte herausfinden, warum sein Verhalten immer problematischer
wurde und suchte intensiv nach einer Lösung. Durch Zufall wurde ich auf
die Bücher von Uli Köppel aufmerksam. Als ich sie mit Begeisterung
gelesen hatte, waren meine Fragen schlüssig und logisch beantwortet. Es
war klar, dass das Rudelkonzept das einzig Richtige ist. Überzeugt
durch die "Verwandlung" von Apollo begann ich im Mai 2007 meine
Ausbildung zur Trainerin nach dem Rudelkonzept und begleite den
Hundeexperten quer durch Deutschland zu seinen Seminaren. Vor Ort kann
ich ihm fast täglich über die Schulter schauen.
Heute weiss ich, dass mir und meiner Familie viel erspart geblieben
wären, hätte ich früher erkannt, was ein "geretteter" Hund wirklich
braucht. Apollo ist jeden Tag aufs Neue ein "lebendiger Beweis auf vier
Pfoten", wie prächtig sich auch ein Problemhund entwickeln kann, wenn
sein Mensch alles in seinem Sinne richtig macht.
Ihre Silke Eyerkaufer
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